13. Februar 2012 17:32 Uhr
In Serbien einen Film über Schwule und Lesben zu drehen war eine Herausforderung. Aber Srdjan Dragojevic hat es geschafft und stellt seinen Film "Parada" heute auf der Berlinale vor. Wie er im "Deutschlandradio Kultur" erzählt, musste er dafür einiges in Kauf nehmen.
Während der Dreharbeiten habe er Drohungen von Rechtsradikalen bekommen. Sein Auto sei mehrfach beschädigt worden. Und weil private Unternehmen nicht bereit gewesen seien, den Film zu finanzieren, habe er sich Geld auf dem Schwarzmarkt leihen müssen: bei zwielichtigen Gestalten, die zehn Prozent Zinsen verlangt hätten.
Laut Dragojevic hat sich die Mühe jedoch gelohnt. Mit "Parada" sei es ihm gelungen, eine öffentliche Debatte über den Schutz von Rechten Homosexueller anzustoßen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)