13. Februar 2012 21:24 Uhr
Die Stadt Köln hat offiziell die Opfer von Hexenprozessen im 16. und 17. Jahrhundert moralisch rehabilitiert.
Ein Ausschuss des Stadrats verurteilte die Hexenverfolgung in der Stadt. Er richtete außerdem einen Appell an die katholische Kirche, sich ebenfalls von den Hexenverfolgungen zu distanzieren.
Konkret war es in dem Ausschuss um den Tod der Kölnerin Katharina Henot gegangen. Sie war vor rund 400 Jahren wegen eines angeblichen Paktes mit dem Teufel hingerichtet worden. Sie ist damit eine von bis zu 60.000 Menschen, die nach Schätzungen der Hexenverfolgung in Europa zum Opfer fielen.
Der Beschluss des Ausschusses ist allerdings nur ein symbolisches Zeichen, das die Ehre der Katharina Henot wieder herstellt. Juristisch kann das Urteil wohl nicht mehr aufgehoben werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)