14. Februar 2012 07:58 Uhr
Es war ein Irrtum zu glauben, Privatsender könnten den Einfluss der öffentlich-rechtlichen begrenzen. Dieser Meinung ist der CSU-Politiker Edmund Stoiber - 30 Jahre, nachdem er den Start des privaten Rundfunks in Deutschland gefördert hat. Stoiber sagt in der "Süddeutschen Zeitung", die Privaten würden ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nicht gerecht. Mit Formaten wie dem "Dschungelcamp" verstießen sie gegen Grundprinzipien des menschlichen Zusammenlebens. Statt Menschen bloßzustellen müssten die Sender Werte wie Toleranz vermitteln.
Stoiber prangert aber auch den öffentlich-rechtlichen Rundfunk an. Er habe sich dem privaten Rundfunk zu sehr angenähert. ARD und ZDF brauchten keine 22 Fernseh- und 50 Radiokanäle im Digitalen.
Stoiber ist seit dem vergangenen Jahr Chef des Programmbeirats der "Pro Sieben Sat 1 Media AG". Das Gremium berät das Unternehmen in medienpolitischen Fragen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)