14. Februar 2012 11:02 Uhr
Deutsches Trinkwasser könnte nach Einschätzung von Umweltexperten mit der Chemikalie Bisphenol-A belastet sein.
Wie der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland BUND mitteilte, wurden in mehreren Haushalten hohe Bisphenol-A-Werte festgestellt. Die Substanz ist unter anderem in einem Harz enthalten, das verwendet wird, um marode Rohre auszukleiden. Sie wirkt ähnlich wie das weibliche Sexualhormon Östrogen und kann ab einer gewissen Konzentration die Fruchtbarkeit von Menschen beeinflussen. Der Stoff steckt auch in CDs und DVDs, in Kassenzetteln aus Thermopapier, in der Innenbeschichtung von Konservendosen oder in Plastikbehältern. Untersuchungen haben gezeigt, dass sich Bisphenol-A zum Beispiel im Kontakt mit heißem Wasser lösen kann.
Über die Schädlichkeit des Stoffes wird seit Jahren gestritten. Mehrere EU-Behörden schätzen eine geringe Aufnahme als unbedenklich ein. In Babyflaschen ist Bisphenol-A seit 2010 verboten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)