14. Februar 2012 13:41 Uhr

Alevitische Religionslehre ist neues Schulfach in NRW

Mehrere hunderttausend Aleviten leben in Deutschland, allein 130.000 davon in Nordrhein-Westfalen. Dort wird jetzt der alevitische Religionsunterricht als ordentliches Fach an weiterführenden Schulen eingerichtet. Das teilte Schulministerin Sylvia Löhrmann mit. NRW sei das erste Bundesland mit diesem Fach.

Die alevitische Glaubensgemeinschaft entwickelte sich im 13. und 14. Jahrhundert in Anatolien aus dem schiitischen Zweig des Islam. Ihr Name stammt von Ali, dem Vetter Mohammeds und vierten Kalifen. Manche Aleviten sehen ihn als Wiedergeburt Gottes. Vorschriften der Scharia und die fünf Säulen des Islam - wie die täglichen Pflichtgebete oder das Fasten im Ramadan - halten sie für irrelevant. Strenge Muslime sehen in den Aleviten deshalb Ketzer.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)