14. Februar 2012 14:52 Uhr
Laut, lauter, am lautesten - dieser Wettbewerb scheint in der Musikbranche vorzuherrschen.
Wie das Magazin "Zeit Wissen" in seiner neuen Ausgabe berichtet, kämpfen zum Beispiel Radiosender und Plattenfirmen mit lauten Klängen um unsere Aufmerksamkeit. Dabei bedeutet laut aber nicht, dass der Lautstärkerregler voll aufgedreht ist: Vielmehr geht es um die gefühlte Lautstärke. Wissenschaftler sprechen hier von Loudness. Wie laut ein Schallsignal klingt, hängt nämlich von seiner Intensität, Frequenz und Dauer ab. Laut dem Bericht hat die psychoakustische Forschung herausgefunden, dass tiefe und hohe Töne leiser wirken als mittlere mit einer Frequenz zwischen einem und fünf Kilohertz. Heutzutage bewegen sich Musikstücke häufig nur noch im mittleren Frequenzbereich. Über Kopfhörer gehört, können sie das Gehör schädigen. Deshalb hat sich nun die Europäische Rundfunkunion eingeschaltet und neue Grenzwerte entwickelt. Die öffentlich-rechtlichen Sender wenden sie bereits seit Jahresbeginn an - Privatsender haben den Standard noch nicht angenommen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)