15. Februar 2012 06:23 Uhr
Am 15. Februar 1922, also heute vor 90 Jahren, wurde in Den Haag der Ständige Internationale Gerichtshof eröffnet. Seine Gründung war zwei Jahre zuvor vom Völkerbund beschlossen worden - einer internationalen Organisation, die es sich zum Ziel gesetzt hatte, den Frieden zu wahren. Der Gerichtshof sollte zwischenstaatliche Streitigkeiten klären und internationale Konflikte auf friedliche und gerechte Weise lösen.
Während des Zweiten Weltkriegs musste der Gerichtshof seine Arbeit unterbrechen. Die Mitarbeiter verließen die Niederlande und blieben bis zum Kriegsende in der Schweiz.
Der Völkerbund wurde nach dem Krieg aufgelöst, was auch das Ende für den Ständigen Internationalen Gerichtshof bedeutete. 1946 wurde der neue Internationale Gerichtshof gegründet. Wie schon sein Vorgänger hat er seinen Sitz im Friedenspalast in Den Haag in den Niederlanden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)