15. Februar 2012 13:22 Uhr

Pfarrer Hegeler: Öffentliches Bedauern von Hexenverbrennungen nötig

Hexengeschichten stimmen nicht. Dieser Meinung ist der Pfarrer und Lehrer Hartmut Hegeler. Hier bei DRadio Wissen sagte er, es sei hinreichend bekannt, dass Hexen nicht auf Besen zum Sabbat geflogen seien oder das Wetter verzaubert hätten. Obwohl die ihnen nachgesagten Geschichten also nie stattgefunden hätten, seien sie aus diesen Gründen verurteilt und hingerichtet worden. Hegeler setzt sich deshalb dafür ein, dass Kommunen und Städte Hexenverfolgungen öffentlich bedauern.

Für vorbildlich hält er hier die Stadt Köln. Weil er einen Antrag eingereicht hatte, befasste sich am Montag der Ausschuss des Stadtrats mit den Hexenverfolgungen vor 400 Jahren. Opfer von Hexenprozessen wurden jetzt rehabilitiert, darunter auch Katharina Henot. Sie war wegen eines angeblichen Paktes mit dem Teufel hingerichtet worden. Nach Schätzungen fielen in Europa etwa 60.000 Menschen der Hexenverfolgung zum Opfer.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)