16. Februar 2012 06:25 Uhr
Die Weltgesundheitsorganisation, WHO, sollte Akoholmissbrauch entschiedener bekämpfen.
Das fordert die Wissenschaftlerin Devi Sridhar von der Universität Oxford in einem Kommentar im Fachmagazin "Nature". Etwa 2,5 Millionen Menschen würden jährlich an den Folgen des Suchtmittels sterben. Das seien mehr Todesfälle als bei HIV/Aids, Tuberkulose oder Malaria. Alkoholmissbrauch sei der drittgrößte Risikofaktor für den Verlust von Lebensjahren durch Krankheit und Behinderung.
Sridhar sieht die WHO in der Pflicht, ein rechtlich verbindliches Abkommen zu erlassen. Die Organisation ist der Forscherin zufolge das einzige Organ für globale Gesundheit, das rechtlich verbindliche Konventionen erlassen kann. Ein solches Abkommen könne Nationen dazu bringen, rechtliche Grundlagen gegen Alkoholmissbrauch zu schaffen und Gelder für den Kampf gegen Alkohol bereitzustellen.
Wie aus dem Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung hervorgeht, sind in Deutschland 1,3 Millionen Menschen von Alkohol abhängig.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)