16. Februar 2012 07:28 Uhr
Die Folgen von Überdüngung sind gravierend - etwa für Fische.
Schweizer Forscher haben die heimischen Voralpen-Seen untersucht und stellen in einer Studie im Magazin "Nature" fest: Die Zahl der Felchen-Arten hat sich wegen der Überdüngung in den vergangenen Jahrzehnten um fast 40 Prozent verringert. Der Hintergrund: Das Artensterben wird nicht nur durch den Verlust von Lebensräumen vorangetrieben, sondern auch dadurch, dass sich einst eigenständige Arten miteinander paaren. Dazu kam es, weil die Seen am Grund kaum noch Sauerstoff enthielten und die Fische in seichteres Wasser auswichen. Dort paarten sie sich mit verwandten Arten, verloren aber binnen weniger Generationen ihre genetische und funktionale Einzigartigkeit.
Die Forscher nennen das die "Umkehr der Art-Entstehung". Nur in tiefen und weniger überdüngten Seen halten sich historische Arten, zum Beispiel im Thuner-, im Brienzer- und im Vierwaldstättersee.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)