16. Februar 2012 08:30 Uhr

Schnecken helfen beim Ausbreiten von Pflanzensamen

Ameisen sind fleißig - das haben uns schon Fabeln gelehrt.

Aber auch Biologen können das untermauern, denn die Insekten helfen dabei, Samen von bestimmten Pflanzen, zum Beispiel Frühblühern, im Wald auszubreiten. Wenn sie aber nicht zugegen sind, springen offenbar auch Schnecken ein - zum Beispiel in Gegenden, wo Ameisen selten vorkommen wie in feuchten und dunklen Buchenwäldern. Das berichten deutsche Forscher im Fachmagazin "The American Naturalist". Für ihre Studie haben sie in über hundert Waldgebieten geforscht. In Laborversuchen fanden die Forscher außerdem heraus, dass Wegschnecken die Samen zwar im Ganzen verschlingen, aber keimfähig wieder ausscheiden. Die weit verbreitete Große Wegschnecke legt den Wissenschaftlern zufolge bei dem Vorgang eine Strecke von durchschnittlich 4,4 Metern zurück. Ameisen trügen die Samen meist weniger als einen Meter weit.

Einer der Forscher sagte, Schnecken seien von der Wissenschaft bisher kaum als Samenausbreiter beachtet. Tatsächlich aber könnten sie die Migration von Wildblumen vorantreiben und so die Biodiversität der Pflanzengemeinschaft in Buchenwälder fördern.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)