16. Februar 2012 08:45 Uhr
Der Chip geht buchstäblich unter die Haut.
Dabei bleibt es aber nicht. US-Forscher haben erstmals einen Mikrochip getestet, der über Fernsteuerung Medikamente im Körper freisetzt. Von ihren Ergebnissen berichtet das Team vom Massachusetts Institute of Technology in Cambridge im Fachjournal Science Translational Medicine. Demnach war die Wirkung des Medikaments aus dem Chip vergleichbar mit der Wirkung des Mittels, wenn es mit Spritzen verabreicht wurde.
Den Chip hatten sieben Osteoporose-Patientinnen für mehr als 100 Tage unter die Haut implantiert bekommen. An 20 Tagen erhielten sie per Knopfdruck eine Form von Parathormon. Der Wirkstoff muss normalerweise täglich unter die Haut gespritzt werden. Die Wissenschaftler sehen bei einem Mikrochip den Vorteil, dass Patienten ihr Medikament nicht vergessen und sich nicht täglich zum Spritzen überwinden müssen. Geprüft werden müsse noch, ob sich das Gewebe um solch einen Chip nicht auf Dauer infiziere.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)