16. Februar 2012 10:56 Uhr
Die Arbeit als Polizist kann emotional sehr belastend sein.
Die Chemnitzer Soziologin Peggy Szymenderski hat nun in ihrer Doktorarbeit den Umgang der Beamten mit ihren Gefühlen untersucht. Dazu führte sie Interviews mit 43 Polizisten aus einem ostdeutschen Bundesland und fragte sie, wie sie mit Gefühlen fertig werden. Sie stellte fest: Es gibt fünf verschiedene Typen: Die "Verlagerer" blenden im Einsatz ihre Gefühle aus und befassen sich damit nachträglich. Die "Abwehrer" versuchen, Gefühle an sich abprallen zu lassen. Die "Oszillierer" möchten es allen recht machen. Die "Stoiker" sehen belastende Emotionen als Berufsrisiko und die "diffus Reagierenden" finden keine geeignete Form für ihren Umgang mit Gefühlen. Das Fazit der Soziologin: die Arbeit der Polizisten wäre ohne diese emotionalen Leistungen gar nicht möglich. Gefühlsarbeit müsse Teil der Polizeiausbildung werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)