16. Februar 2012 12:27 Uhr
Ob jemand einmal eine psychische Krankheit entwickelt, lässt sich bisher kaum voraussagen. Britische Forscher schreiben im Fachjournal "PLoS ONE", auch genetische Untersuchungen würden nicht helfen. Wenn bereits ein Familienmitglied manisch-depressiv sei, erhöhe sich etwa die Wahrscheinlichkeit um zehn Prozent, selbst daran zu erkranken - gleichzeitig aber auch die Wahrscheinlichkeit, eine andere psychische Krankheit zu entwickeln.
Laut dem Bericht haben die Wissenschaftler nun Computer trainiert, bei der Früherkennung zu helfen. Sie testeten sie an einer kleinen Gruppe von 32 Patienten - dabei überprüfte die Software Gehirnscans, während die Patienten einen Emotionstest absolvierten. In drei von vier Fällen habe der Computer die Patienten richtig zu ihrer Risikogruppe zugeordnet, so die Forscher. Sie hoffen, damit in Zukunft zur Früherkennung von psychischen Krankheiten beizutragen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)