16. Februar 2012 14:33 Uhr
"Isch bin Schule, Mann!" Liebhabern der deutschen Sprache wird bei solchen Sätzen ganz anders. Die Grammatik stimmt nicht und die Aussprache ist mindestens gewöhnungsbedürftig. Die Sprachforscherin Heike Wiese sieht das entspannter. Für sie sind solche Sätze einfach Teil eines neuen deutschen Dialektes - des Kiezdeutsch. Im Deutschlandfunk sagte sie, Kiezdeutsch entstehe an Orten, an denen Jugendliche zusammenkämen, die viele verschiedene Sprachen sprächen. Grammatikalisch greife der Dialekt viele urdeutsche Konstruktionen auf und entwickle sie weiter. Verkürzungen wie in "Isch geh Aldi" seien auch in der normalen Umgangssprache angelegt. So sage beispielsweise niemand "Wo ist denn das Handy?" sondern "Wo'sn das Handy?" Den ganzen Beitrag mit noch mehr Beispielen gibt es ab 20.10 Uhr imDeutschlandfunk.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)