16. Februar 2012 16:33 Uhr

Mittelmeerraum von Versalzung und Wasserknappheit bedroht

Die Reisbauern des Nildelta sollten besser auf Weizen und Gerste umstellen. Das raten Wissenschaftler eines internationalen Forschungsprojektes, das sich mit den Folgen des Klimawandels befasst. Auf einer Fachtagung in München warnten sie, in den Küstenregionen des Mittelmeeres könnten das Süßwasser knapp und Böden versalzen werden. Schuld seien unter anderem Landwirte. Sie bauten Pflanzen - wie zum Beispiel Reis- an, die sehr viel Wasser verbrauchten. Den Forschern zufolge ist der Wasserverbrauch an den Mittelmeerküsten in letzter Zeit stark gestiegen. Das sinkende Grundwasser führt zu einer zunehmenden Versalzung der Böden, weil das Meerwasser nachdrückt. Die Wissenschaftler erklärten, wenn die Bauern ihre Produktion nicht umstellten, könnten auch Süßwasserquellen ungenießbar werden. Verschärft werde das Problem auch durch den anzunehmenden Anstieg des Meeresspiegels. Dadurch könnten in der Metropolregion Alexandria bis zu 1,5 Millionen Menschen gezwungen sein, die Gegend zu verlassen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)