17. Februar 2012 06:23 Uhr
Wer von chronischen Schmerzen gequält wird, empfindet das in erster Linie als Belastung. Doch das Krankheitsphänomen kann auch als Chance betrachtet werden. Davon ist zumindest Bazon Brock überzeugt, Professor am Lehrstuhl für Ästhetik und Kulturvermittlung an der Bergischen Universität Wuppertal. Er glaubt, durch den Schmerz müsse der Patient überlegen, was er in seinem Leben verändern solle. Brock spricht morgen über seine Theorie auf dem 14. Kurpfälzer Schmerzkongress. Die Veranstalter wollen darlegen, wie die Probleme der Patienten mit soziokulturellen und gesellschaftlichen Entwicklungen zusammenhängen und welche Rolle Kunst und Musik bei der Heilung spielen könnten.
Chronische Schmerzen haben sich - anders als die akute Form - von einem konkreten Ereignis abgelöst und sozusagen verselbstständigt. Deshalb spielt die Psyche bei der Therapie eine große Rolle.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)