17. Februar 2012 08:53 Uhr
Wappen hatten ursprünglich den Zweck, sich nicht gegenseitig auf die Füße zu treten. Das sagte der Heraldikforscher Rolf Sutter hier bie DRadio Wissen. Demnach entstanden sie, als die Menschen vor ca. 1100 Jahren in Kreuzzüge zogen. Durch ihre Kübelhelme hätten die 20- bis 30.000 Ritter damals Freund und Feind nicht voneinander unterscheiden können. Deshalb hätte man die Schilder der Truppen mit Erkennungszeichen bemalt. Sutter zufolge waren am Anfang vor allem Löwen, Lilien oder Adler als Symbole beliebt. Sie sollten ausdrücken, wie tapfer und erhaben der Krieger sei.
Mit dem Löwen als Kennzeichen kann laut Sutter heute kein neues Wappen mehr erfunden werden. Das Tier sei in allen erdenklicken Farben und Macharten auf Wappen zu finden, da sei kein Spielraum mehr offen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)