17. Februar 2012 14:50 Uhr

"Zeit Wissen": Diabetes wird in Afrika zu einem großen Problem

Diabetes gilt häufig als "Wohlstands-Krankheit". Zu viel und zu fettes Essen, zu wenig Bewegung - das kann die Zuckerkrankheit auslösen. Diabetes ist aber längst auch in armen Ländern zu einem Problem geworden. Darüber berichtet das Magazin "Zeit Wissen" in seiner neuen Ausgabe. Demnach steigt die Zahl der Diabetes-Patienten in Afrika stark an. Im südostafrikanischen Malawi sind dem Bericht zufolge etwa fünf Prozent der Bevölkerung zuckerkrank - das sind rund 700.000 Menschen. Weder die Betroffenen noch die Krankenhäuser des Landes sind jedoch auf die Krankheit eingestellt. Es gibt kaum mobile Blutzuckermessgeräte und oft nicht einmal die nötigen Medikamente. Als Grund für den starken Diabetes-Anstieg werden mehrere Umstände vermutet. Neben einem veränderten Lebensstil mit mehr Essen und weniger Bewegung stehen Aids-Medikamente im Verdacht, die Krankheit auszulösen. Außerdem vermuten Experten, dass Untergewicht bei der Geburt das Diabetesrisiko erhöhe.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)