17. Februar 2012 15:56 Uhr

Steigendes Mittelmeer könnte Menschen zu Umsiedlungen zwingen

Müssen in einigen Jahrzehnten Städte am Mittelmeer evakuiert werden? Forscher des internationalen Projekts "Auswirkungen des Klimawandels auf Wasser und Sicherheit" können das zumindest nicht mehr ausschließen. Bei einem Treffen in München diskutierten sie über die Zukunft des Mittelmeer-Raums.

Sie erwarten bis 2050 einen Anstieg des Meeresspiegels im östlichen Mittelmeer um weitere 50 bis 60 Zentimeter. Die Auswirkungen seien schon jetzt im westlichen Nil-Delta zu spüren. Dort seien Teile des Grundwassers an der Küste bereits versalzen. Landwirtschaftliche Flächen seien unbrauchbar geworden. Im Stadtgebiet von Alexandria habe die massive Wasserentnahme dazu geführt, dass der Untergrund destabilisiert wurde. Zahlreiche Gebäude und Straßen seien dadurch schon zerstört oder beschädigt worden. In Zukunft könnten den Forschern zufolge bis zu 1,5 Millionen Bewohner allein in Alexandria von einer Umsiedlung betroffen sein.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)