17. Februar 2012 15:58 Uhr
In dieser Beziehung gleichen sich das viktorianische London und die Metropole von heute. Forscher der Queen Mary Universität in der britischen Hauptstadt fanden große Übereinstimmungen zwischen einer mehr als hundert Jahre alten Karte über Armutsverteilung und aktuellen Studien. Aktuell hatten die Forscher die Gesundheitsdaten von mehr als einer halben Million Menschen in Bezug auf deren Diabetes-Risiko und ihr sozio-ökonomisches Umfeld analysiert. Sie stellten fest: Die Menschen mit einem hohen Risiko für die Krankheit lebten meist in Teilen Londons, in denen Armut häufig ist. Diese Gebiete wiederum deckten sich in großen Teilen mit denen, die der Sozialforscher Charles Booth Ende des 19. Jahrhunderts erstellt hatte. Die Daten der Londonder Forscher sollen den örtlichen Gesundheitsbehörden dazu dienen, ihre Präventionsarbeit zu verbessern.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)