17. Februar 2012 17:56 Uhr
Nach dem Rücktritt von Christian Wulff als Bundespräsident wird darüber diskutiert, ob ihm der so genannte Ehrensold zusteht. Als Ehrensold wird einem ehemaligen Bundespräsidenten die Fortzahlung der vollen Amtsbezüge bis zum Lebensende gewährt. Momentan liegen diese Bezüge bei jährlich rund 200.000 Euro. Bei insgesamt fünf noch lebenden ehemaligen Bundespräsidenten würde Deutschland demnach eine knappe Million Euro pro Jahr zahlen. Neben Christian Wulff auch an Horst Köhler, Roman Herzog, Richard von Weizsäcker und Walter Scheel. Laut Gesetz steht einem Bundespräsidenten das Geld nach Ablauf seiner Amtszeit zu, oder wenn er vorher aus politischen oder gesundheitlichen Gründen aus dem Amt ausscheidet. Kritiker werfen Wulff nun vor, nicht aus politischen, sondern aus persönlichen Gründen zurückgetreten zu sein. Die Entscheidung über die Gewährung des Ehrensolds liegt letztendlich bei der Bundesregierung.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)