20. Februar 2012 07:23 Uhr

"MJD" klagt erfolgreich gegen Erwähnung im Verfassungsschutzbericht

Die "Muslimische Jugend Deutschlands" - MJD - fühlt sich vom Verfassungsschutz völlig falsch eingestuft. Die Organisation, der vor allem junge gebildete Muslime unter 30 Jahren angehören, hat vor dem Verwaltungsgericht Berlin erreicht, dass mehrere Passagen über sie im jährlichen Verfassungsschutzbericht gestrichen werden müssen. In dem Bericht wird aus einem anti-westlichen Schulungsleitfaden zitiert, der bei Seminaren der MJD verteilt worden sein soll. Nach Auffassung des Gerichts ist es aber gar nicht bewiesen, dass die Organisation diese Broschüre tatsächlich verwendet hat. Das MJD-Vorstandsmitglied Malika Mansouri sagte dem Deutschlandfunk, tatsächlich stehe man genau für das Gegenteil dessen, was der Verfassungsschutz unterstelle. Man betrachte die jungen Muslime als Teil der westlichen Welt und strebe auch nicht eine Dominanz der Religion im staatlichen Handeln an.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)