20. Februar 2012 11:23 Uhr

Blutspende: Verband fordert Recht auch für Schwule

Der Lesben- und Schwulenverband fordert ein Ende der Diskriminierung beim Blutspenden. Denn schwule Männer werden von der Blutspende ausgeschlossen. Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dapd sagte der Geschäftsführer des Verbandes, Klaus Jetz, die Pauschalisierung, dass Schwule häufig ihren Partner wechselten, sei nicht hinnehmbar.

Auf dem Fragebogen, der vor dem Blutspenden ausgefüllt werden muss, sei die Frage nach der sexuellen Orientierung daher fehl am Platz. Es wäre wichtig, nicht nach Risikogruppen, sondern nach dem Risikoverhalten zu fragen. Laut dem Verband lehnt die Politik mit Hinweis auf die Unabhängigkeit der zuständigen Institute eine gesetzliche Änderung der Blutspende-Richtlinien ab. In anderen europäischen Ländern wie Italien oder Spanien seien Schwule dagegen längst nicht mehr vom Blutspenden ausgeschlossen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)