20. Februar 2012 12:24 Uhr

Türkei: Überschüssige Kunst soll verkauft werden

Die Depots der türkischen Museen quellen über. Deshalb will die türkische Regierung diese Kunst nun zu Geld machen. Das Kulturministerium hat die Richtlinien für Altertümer und schützenswerte Kunstgegenstände geändert. Demnach dürfen Museen überschüssige Altertümer, die in den Depots stehen, verkaufen. Eine Kommission soll einen Preis festsetzen und sich um den Verkauf kümmern. Fachleute reagieren entsetzt. Der Verband der Archäologen bezeichnete die Entscheidung als ethisch falsch. Sie nutze nur Sammlern und bedeute einen Ausverkauf der eigenen Geschichte. Überschüssige Altertümer könnten die Museen zum Beispiel auch Universitäten überlassen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)