20. Februar 2012 16:23 Uhr
Die Eisfläche rund um den Nordpol ist erneut geschrumpft. Das haben Satellitenmessungen aus dem Januar ergeben. Wie der Meereisphysiker des Alfred-Wegener-Instituts, Rüdiger Gerdes, erklärte, sind in der Arktis einige Gebiete eisfrei, die sonst normalerweise bedeckt sind. Damit reihe sich der Januar 2012 in den Trend der vergangenen Winter, in denen die Eisfläche in der Arktis vergleichsweise gering gewesen sei.
In der gesamten Arktis seien aktuell etwas über 14 Millionen Quadratkilometer mit Eis bedeckt. Dem Forscher zufolge sind das etwa 1,5 Millionen weniger als Anfang der 80er Jahre. Hauptgrund für die Eisschmelze sei der warme Winter.
Die Eisfläche am Nordpol schwankt im Jahresverlauf und erreicht in der Regel im September ihre geringste Ausdehnung. Im gesamten Jahresdurchschnitt gesehen, geht sie jedoch langfristig zurück.
Die Wissenschaftler befürchten, dass sich der Prozess in den nächsten Jahren noch beschleunigt. Wenn die Eisschicht immer dünner werde, reiche auch das normale Sonnenlicht, um alles zum Schmelzen zu bringen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)