21. Februar 2012 10:51 Uhr

Transparency: Wulff-Affäre muss Konsequenzen haben

Ende gut, alles gut. So hatte SPD-Chef Sigmar Gabriel die Entscheidung für Joachim Gauck als Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten zusammengefasst. Doch die Antikorruptionsorganisation Transparency International fordert, der neue Kandidat dürfe nicht über das verlorene Vertrauen nach der Affäre des bisherigen Amtsinhabers Christian Wulff hinwegtäuschen. Die Vorsitzende der deutschen Sektion, Edda Müller, mahnt deutliche Konsequenzen an. Es sei weder fair noch angemessen jetzt alle Hoffnungen allein auf den designierten Bundespräsidenten Gauck zu projizieren. Stattdessen müssten die Regelungen beim Sponsoring von Parteien und Verwaltung verschärft werden. So sollen etwa alle Parteispenden ab 2.000 Euro veröffentlicht werden. Nötig seien darüber hinaus Transparenzregeln für Abgeordnete und eine Regulierung des Lobbyismus.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)