22. Februar 2012 07:38 Uhr
Welchen Einfluss nehmen chinesische Händler auf die lokale Entwicklung in afrikanischen Ländern? Um diese Frage zu beantworten arbeiten Wissenschaftler der GIGA-Institute für Afrika- und Asien-Studien zusammen. Bei einem Vortrag stellt heute unter anderem der Sinologe Karsten Giese seine Ergebnisse zur Situation in Ghana vor. Er sagte "DRadio Wissen", um in den Markt in Ghana einsteigen zu dürfen, müssten Chinesen erst 300.000 US-Dollar investieren. Chinesische Familiennetzwerke könnten diese Summe aber durchaus aufbringen.
Die Chinesen stellen laut Giese deshalb eine Konkurrenz für bestimmte Händlerschichten dar und drängen einige davon aus dem Markt. Auf der anderen Seite würden sie großen Bevölkerungskreisen überhaupt erst die Möglichkeit geben, in den Handel einzusteigen. Auf der unteren Ebene sei ihre Präsenz eine Art Jobmaschine. Man könne die Situation also nicht schwarz-weiß betrachten.
Der Vortrag "China in Afrika" findet im GIGA-Institut in Hamburg statt und beschäftigt sich neben Ghana auch mit der Situation im Senegal.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)