22. Februar 2012 08:53 Uhr

Sicherheitsexperten besorgt über GPS-Störsender

Die Gefahr könnte von Kriminellen ausgehen, von Terroristen ... oder sogar von gelangweilten Teenagern. Auf einer Sicherheitskonferenz in London diskutieren heute Experten über die Gefahr, die von GPS-Störsendern ausgeht. Die satellitengestützte Navigation sei nicht nur für Autofahrer wichtig. Auch Schiffs- und Flugverkehr seien auf die GPS-Signale angewiesen. Wenn diese illegal durch Störsender blockiert oder manipuliert würden, könne das schwerwiegende Konsequenzen haben - etwa im Ärmelkanal, einer der weltweit meistbefahrenen Schifffahrtsrouten. Erstmals war das Problem im Jahr 2009 ins Bewustsein gerückt, als es an einem US-amerikanischen Flughafen täglich zu Störungen kam. Es stellte sich heraus, dass dafür ein LKW-Fahrer mit einem Störsender verantwortlich war, der auf einer nahegelegenen Straße vorbeifuhr.

Auf der Konferenz in London soll eine Studie vorgestellt werden, laut der an einem Ort in Großbritannien 60 GPS-Störversuche innerhalb eines halben Jahres aufgezeichnet wurden.

GPS-Störsender sind im Internet erhältlich. Ihr Gebrauch ist allerdings verboten. Den Experten zufolge ist denkbar, dass Hacker oder Terroristen noch gefährlichere Störsender bauen und einsetzen. Schwere Schiffsunglücke seien nur eine der möglichen Folgen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)