22. Februar 2012 09:21 Uhr

Archäoakustiker rekonstruieren Geräusche aus der Vorzeit

Wie es in der Vergangenheit aussah, davon zeugen heute noch erhaltene Bauwerke wie die Pyramiden in Ägypten und Mittelamerika. Wie es sich damals anhörte, und ob Bauwerke auch nach akustischen Gesichtspunkten errichtet wurden, ist schwierig zu rekonstruieren. Forscher versuchen es trotzdem. Archäoakustik - so nennt sich das noch junge Forschungsfeld, das auf dem Jahrestreffen der Amerikanischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften (AAAS) in Vancouver vorgestellt wurde.

Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, befinden sich Höhlenmalereien zum Beispiel oft an Wänden, die den Schall besonders gut reflektieren. Oftmals reiche ein Klatschen, um einen donnerartigen Hall zu erzeugen. Auch einer Maya-Pyramide auf der mexikanischen Halbinsel werden besondere akustische Eigenschaften zugeschrieben. Ein Händeklatschen am Fuße der Treppe erzeuge ein Echo, das wie ein lateinamerikanischer Vogel klinge. Ob diese Phänomene zufällig oder von den Konstrukteuren beabsichtigt waren, lasse sich allerdings kaum klären.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)