22. Februar 2012 10:21 Uhr

Halsbandsittich kommt beim Bundesamt für Naturschutz auf den Prüfstand

Warum ist es am Rhein so schön? Diese Frage beschäftigt nun auch in gewisser Hinsicht das Bundesamt für Naturschutz. Die Bonner Behörde will klären, ob die überwiegend in der Flussniederung lebenden Halsbandsittiche den Bestand heimischer Tierarten gefährden. Kritiker befürchten, dass die rund 8.500 exotischen Papageien Bruthöhlen besetzen und damit Arten wie Specht oder Kleiber verdrängen. Zwar gebe es dafür bislang keinen wissenschaftlichen Beleg. Der Vogel gelte aber als potenziell invasiv und solle weiter beobachtet werden.

Halsbandsittiche wurden Mitte der 1960er Jahre zuerst in Köln beobachtet - wahrscheinlich sind sie entflogen oder wurden ausgesetzt. Im milden Klima der Auenwälder haben sich die Vögel schnell vermehrt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)