22. Februar 2012 14:04 Uhr
Luftfilter und Atemmasken finden in China reißenden Absatz - obwohl das Umweltministerium oft "schönes Wetter" meldet. Nach einem Zeitungsbericht bemühen sich jetzt die Behörden im Land, diese Diskrepanz zwischen Realität und offizieller Darstellung aufzuheben. Wie die "China Daily" schreibt, plant das Gesundheitsministerium landesweite Untersuchungen zum Thema Feinstaub. Dabei sollten Daten zu Krankheits- und Todesursachen in Bezug zu Häufigkeit und Dichte von Smog ausgewertet werden. Als Konsequenz wolle man eine Feinstaubkonzentration festlegen, die als Grenzwert für öffentliche Warnungen für den Aufenthalt im Freien gelten soll.
Erst seit Januar hat China damit begonnen, sich in Sachen "Feinstaub" an internationale Standards anzunähern. Bisher maß man in Peking zum Beispiel nur relativ große Partikel, die die Luft verschmutzen, kleinere wurden nicht berücksichtigt. So konnte das Umweltministerium trotz extrem dicker Luft oft "schönes Wetter" vermelden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)