23. Februar 2012 06:56 Uhr

Entwarnung von Genforschern: Y-Chromosom hat Zukunft

Keine Panik, Männer! Das Y-Chromosom sieht zwar merkwürdig verkrüppelt aus - aber es ist wohl doch nicht dem Untergang geweiht. Das hatten einige Wissenschaftler angenommen und auf Genverluste und Umbildungen auf dem Y-Chromosom verwiesen.

Nun haben US-Forscher das entsprechende Erbgut von Rhesus-Affen analysiert und mit dem von Menschen und Schimpansen verglichen. Sie schreiben im Fachjournal "Nature", dass es beim menschlichen männlichen Geschlechts-Chromosom in den vergangenen 25 Millionen Jahren nur den Verlust eines einzigen Gens gegeben habe. Eine der beiden Hauptautorinnen meint, das sei ein ziemlich langer Zeitraum - und spreche deswegen gegen Spekulationen über ein Aussterben des Y-Chromosoms.

Eine australische Forscherin zeigte sich nicht überzeugt. Es sei durchaus möglich, dass das Y-Chromosom verschwinde, wenn die geschlechtsbestimmenden Gene auf andere Chromosomen wechselten. Das sei bereits bei einigen Säugetieren passiert.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)