23. Februar 2012 11:50 Uhr

Zentralrat der Juden fordert stärkeren Kampf gegen Burschenschaften

Der Zentralrat der Juden in Deutschland fordert einen stärkeren Einsatz gegen rechtsextreme Burschenschaften. Das sagte der Vorsitzende Dieter Graumann in der Neuen Osnabrücker Zeitung anlässlich des Staatsakts für die Opfer der Neonazi-Morde.

Etliche Burschenschaften stehen wegen rechtsextremer Tendenzen in der Kritik. Ihren Ursprung haben die Verbindungen in den politische Bünden des 19. Jahrhunderts. Sie spielten ursprünglich eine tragende Rolle bei der Entstehung des deutschen Nationalstaats. Bis heute verstehen sich die Burschenschaften als politische Vereinigungen.

Von den rund 1000 studentischen Verbindungen in Deutschland sind etwa 120 Burschenschaften mit circa 10.000 Mitgliedern. Nur jeder zehnte davon ist selbst noch Student.

Als gemeinsame Prinzipien aller Verbindungen gelten die lebenslange Mitgliedschaft und die einheitlichen Regelwerke für das Zusammenleben. In vielen Verbindungen ist darüber hinaus das Tragen bestimmter Kleidungsstücke wie Studentenmützen oder Bänder Pflicht.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)