23. Februar 2012 13:27 Uhr

Nanopartikel können Fische schädigen

"Antibakterielle Beschichtung aus Nanopartikeln" - mit dieser Aussage werden inzwischen viele verschiedene Produkte beworben, von Socken und Unterhosen bis zur Computer-Tastatur.

Wie sich diese winzigen Partikel auf die Umwelt auswirken, ist noch nicht genau erforscht. Ein Teil davon gelangt über das Abwasser in die Natur - zum Beispiel in die Meere. Forscher aus Schweden haben nun festgestellt, dass Nanopartikel die Nahrungsaufnahme und den Stoffwechsel von Fischen verändern. Wie sie in der Fachzeitschrift "PLoS ONE" schreiben, können sie unter anderem einen Gewichtsverlust auslösen. Auch das Verhalten der Fische änderte sich: Sie benötigten für die Nahrungsaufnahme mehr als doppelt so viel Zeit. Den Wissenschaftlern zufolge ist die Wirkung der Nanopartikel unter anderem davon abhängig, von welchen Proteinen sie umhüllt sind. Denn innerhalb von Lebewesen kommen sie nicht mehr in Reinform vor, sondern gehen Verbindungen mit anderen Stoffen ein.

Hier der Link zur Veröffentlichung in "PLoS ONE".

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)