23. Februar 2012 18:04 Uhr
Den Wasserhahn während des Zähneputzens zuzudrehen, bringt den Menschen in trockeneren Erdregionen wie Afrika überhaupt nichts. Das sagte die Politikwissenschaftlerin Petra Dobner von der Universität Hamburg hier bei DRadio Wissen. Eine Kampagne habe seit Mitte der 90er Jahre dafür gesorgt, dass die Preise für Wasser von kommunalen Anbietern als zu hoch wahrgenommen würden. Dadurch hätten viele Menschen geglaubt, durch Wassersparen auch Geld sparen zu können. Das führe aber letztlich nicht zu einer Kostenersparnis.
Auch der Einbau von wassersparenden 6-Liter-Toiletten bringe nichts. Wegen der hohen Kosten für die Toiletten amortisiere sich die Investition erst nach acht bis 25 Jahren. Außerdem mache der Wasserverbrauch der Privathaushalte ohnehin lediglich ein Zehntel des Wasserverbrauchs aus.
Sinnvoller sei es, Geld für Wasserprojekte zu spenden, etwa für den Bau von Brunnen in Afrika. Auch durch sein Einkaufsverhalten könne man Einfluss nehmen. So sollte man Dobner zufolge hierzulande keine spanischen Erdbeeren kaufen, da der Anbau ein Naturschutzgebiet in Andalusien gefährde.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)