24. Februar 2012 16:33 Uhr
Die CSU ist gegen das dritte Geschlecht.
Nachdem gestern der Deutsche Ethikrat neben "weiblich" und "männlich" eine dritte Bezeichnung für intersexuelle Menschen gefordert hat, regt sich bei der CSU-Landesgruppe im Bundestag Widerstand. Der Parlamentarische Geschäftsführer Stefan Müller hält das für - so wörtlich - "keine gute Idee". Es sei zwar zu begrüßen, dass der Ethikrat mit seiner Stellungnahme auf das Leid von Intersexuellen hingewiesen habe. Eine Änderung des Personenstandsregisters käme für ihn aber "nicht in Frage".
Menschen werden als intersexuell bezeichnet, wenn sie genetisch und hormonell nicht eindeutig als männlich oder weiblich gelten. Für eine vermeintliche Korrektur führten Ärzte in der Vergangenheit Behandlungen durch, die nicht dem heutigen Stand der Medizin entsprechen. Für die Opfer fordert der Deutsche Ethikrat einen Hilfsfonds.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)