24. Februar 2012 17:31 Uhr
Damit wir unsere Hände und Füße steuern können, müssen beide Gehirnhälften miteinander kommunizieren. Einen bisher unbekannten Mechanismus dieser Kommunikation hat ein Team aus deutschen und schweizer Forschern entdeckt. Sie untersuchten die Verarbeitung von Tastempfindungen an Hinterpfoten von Ratten. Dabei zeigte sich, dass die Reizung der rechten und linken Pfote die Nervenzellen relativ lange hemmte - etwa eine halbe Sekunde lang.
Den Grund dafür beschreiben die Forscher so: Nervenfasern, die aus der gegenüberliegenden Gehirnhälfte kommen, aktivieren eine bestimmte Gruppe von lokalen Nervenzellen. Diese Zellen wiederum aktivieren langsam wirkende Rezeptoren, die zu einer geringeren Aktivität in den Nervenzellen derselben Hemisphäre führen.
Im Fachmagazin "Science" schreiben die Forscher, das Ergebnis könnte ein weiterer Baustein bei der Entwicklung neuer Therapien sein, vor allem für Schlaganfall-Patienten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)