27. Februar 2012 09:25 Uhr
Ein Anruf - und die Sterbehelfer kommen nach Hause.
In Deutschland ist dieses Modell schon rein rechtlich nicht möglich. In den Niederlanden will eine Organisation aber nun genau das umsetzen. Sie beklagt, dass Sterbehilfe in dem Land zwar per Gesetz erlaubt ist, aber bei vielen Schwerkranken trotzdem nicht vollzogen wird. Viele Hausärzte hätten zum Beispiel wegen ihres Glaubens Bedenken oder weil sie sich in Bezug auf die Gesetze unsicher sind.
Die Sterbehilfe-Organisation hat deshalb mobile Teams zusammengestellt, die aus einem Arzt und mindestens einem Pfleger bestehen. Ab März kommen sie dann zu Patienten nach Hause und geben ihnen zwei Spritzen, die sie erst einschlafen und dann sterben lassen. Die Niederlande waren 2002 das erste Land weltweit, das aktive Sterbehilfe per Gesetz erlaubte.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)