27. Februar 2012 15:23 Uhr

Massenpost von Hugendubel für Münchner Kardinal

Der Briefkasten des Münchner Kardinals Reinhard Marx dürfte in den nächsten Tagen gut gefüllt sein.

Die Mitarbeiter des Buchhändlers Hugendubel haben ihm 400 Protestkarten geschickt, weil sie sich Sorgen um ihre Zukunft machen. Die Kette gehört zur Verlagsgruppe Weltbild, die wiederum mehrheitlich den zwölf deutschen Bistümern gehört. Hintergrund ist der geplante Verkauf von Weltbild. Die Beschäftigten von Hugendubel fordern einen Zukunftssicherungstarifvertrag. Dafür kämpfen sie seit zwei Jahren - doch bisher ohne Erfolg.

Im vergangenen Jahr kam das Unternehmen in die Schlagzeilen, weil dem Konzern Zensur vorgeworfen wurde. So wurden zum Beispiel kirchenkritische Bücher aus dem Sortiment genommen. Im Onlineshop von Hugendubel wurde ein Filter eingesetzt, der die Suche nach schwul-lesbischer, kirchenkritischer, esoterischer und kommunistischer Literatur umgeleitet hat.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)