28. Februar 2012 06:54 Uhr
Arbeiten oder nicht arbeiten. So klar ist das heute längst nicht mehr. Nach Ansicht von Forschern aus Hamburg werden prekäre Arbeitsverhältnisse häufig zum Dauerzustand. Die Sozialwirtin Natalie Grimm spricht in ihrer Arbeit, die sie gestern Abend vorstellte, von einer Zwischenzone. Sie befragte 150 Personen, die sich innerhalb von fünf Jahren regelmäßig zwischen Minijobs, Leiharbeit, Praktika und staatlicher Grundsicherung bewegten. Diese Zone der Instabilität, so Grimm, habe sich mittlerweile stabilisiert und sei geprägt von Hyperaktivität und Unsicherheit. Die Lage der Befragten verbessere sich, wenn überhaupt, nur kurzfristig. Weit in die Zukunft planen, könnten die Betroffenen nicht. Bei der Betrachtung der Arbeitswelt könne deshalb nicht einfach nur gefragt werden, ob jemand arbeitslos sei oder nicht.
Das Projekt am Hamburger Institut für Sozialforschung (HIS) wurde gefördert vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)