29. Februar 2012 07:24 Uhr
"Der Rhythmus ist die Architektur des Seins." Dieser Ausspruch stammt von Léopold Sédar Senghor. Der Dichter und Kulturtheoretiker war von 1960 bis 1980 Präsident des Senegal. Senghor wurde Anfang des vergangenen Jahrhunderts in der Küstenstadt Joal-Fadiout geboren. Er verließ seine westafrikanische Heimat und ging zum Studium nach Paris. Hier erlangte er 1935 als erster Afrikaner die Agrégation in klassischer Philologie. Im Zweiten Weltkrieg geriet Senghor in deutsche Gefangenschaft und entging nur knapp seiner Erschießung.
1968 wurde er mit dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels ausgezeichnet. Die Preisverleihung sorgte für Proteste, weil manche ihm vorwarfen, zu unkritisch mit dem Kolonialismus zu sein. Im Senegal erinnert heute unter anderem der Internationale Flughafen der Hauptstadt Dakar an ihn. Er trägt seinen Namen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)