29. Februar 2012 18:07 Uhr

Germanistik-Professor: Spanische Studenten nehmen ERASMUS als Sprungbrett wahr

In Spanien gehen die Studenten derzeit wegen Kürzungen im Bildungsbereich auf die Straße. In mehreren Städten wird protestiert - unter anderem auch in Ciudad Real. An der dortigen Universität unterrichtet der Germanistik-Professor Hans-Christian Hagedorn. Er sagte in in der Deutschlandfunk-Sendung "Campus und Karriere", dass in dem Ort heute etwa 500 bis 600 Personen protestiert hätten. Die finanzielle Lage im spanischen Bildungsbereich bezeichnete er als besorgniserregend. An seiner Hochschule etwa sei das Budget für 2012 um 30 Prozent gesenkt worden. Das hätte Stellenstreichungen, Entlassungen und Kürzungen in der Forschung zur Folge.

Hagedorn ging außerdem auf das ERASMUS-Austausch-Programm ein. Er und andere Professoren würden seit ein bis zwei Jahren beobachten, dass die spanischen Austauschstudenten oftmals nicht zurück kämen. Grund dafür sei eine veränderte Auffassung: Viele würden ERASMUS nicht mehr als Austausch-Programm, sondern als Sprungbrett an die deutschen Unis und den deutschen Arbeitsmarkt verstehen.

Hier der Link zum Interview als mp3.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)