1. März 2012 06:53 Uhr

Umweltsatellit "Envisat" sammelt seit zehn Jahren Daten

52.000 mal um die Erde.

So oft hat Europas größter Umweltsatellit "Envisat" bereits den Planeten umrundet - täglich 14-mal. Heute ist er seit genau zehn Jahren im All und hat bisher eine Unmenge von Daten gesammelt - vor allem zu Klimawandel und Umweltverschmutzung. Aus einer Höhe von 780 Kilometern beobachtet "Envisat" nach Angaben der Europäischen Weltraumorganisation ESA permanent die Erde - auch durch Wolken hindurch. Mit ihm können die Wissenschaftler Ölverschmutzungen im Meer sehen, Überschwemmungen, Abgase von Autos und Schiffen, die Umweltbelastung in Ballungszentren, Treibhausgase und das Ozonloch. Die Daten werden Behörden und Organisationen zur Verfügung gestellt.

Ursprünglich war die Mission des europäischen Umweltsatelliten nur auf fünf Jahre angelegt, aber weil die Nachfrage nach den Daten groß war, blieb er im All. Im November entscheidet die ESA, ob Envisat bis 2014 betrieben wird. Dann sollen die Sentinel-Nachfolgesatelliten starten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)