1. März 2012 10:22 Uhr
Die Geschlechtskrankheit Syphilis ist nicht nur für Erwachsene ein Problem.
Wenn Schwangere den Krankheitserreger in sich tragen, kann das bei ihrem ungeborenen Kind schwere Schäden verursachen - oder sogar dazu führen, dass das Kind tot geboren wird. Nach Erkenntnissen der Weltgesundheitsorganisation ist das in Entwicklungsländern häufig der Fall. Hier seien bis zu 15 Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter mit dem Bakterium infiziert.
Ein internationaler Zusammenschluss von Gesundheits- und Hilfsorganisationen fordert deshalb, einen Syphilis-Schnelltest für Schwangere in Entwicklungsländern einzuführen. Das sei billig und effizient: Ein Frühtest für Schwangere koste nur knapp einen Dollar sechzig pro Person; positiv Getestete könnten mit Antibiotika behandelt werden.
Syphilis wird von Bakterien verursacht. Ohne Behandlung entwickelt sich die Krankheit meist chronisch und führt zu Nervenschäden und letztlich zum Tod.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)