1. März 2012 14:33 Uhr
Was derzeit in Syrien geschieht, ist für Journalisten in Deutschland schwer abzubilden. Schließlich sind kaum Korrespondeten im Land, und die Handyvideos und -bilder sind schwer einzuordnen. Daher ist es immer wieder hilfreich, sich auf Eindrücke von möglichst neutralen Personen zu berufen, die einen Blick in das Land gewagt haben.
Der Mitbegründer von "Ärzte ohne Grenzen", Jacques Bérès ist illegal nach Homs gereist, um dort Verletzte zu behandeln. Jetzt ist er wieder zu Hause und hat dem Deutschlandfunk ein Interview über die Lage in der umkämpften Stadt gegeben. Die Situation sei katastrophal, bei den meisten Verletzten und Toten handele es sich um Zivilisten. Prekär sei auch die Versorgung mit Lebensmitteln. Ein Eingreifen der internationalen Gemeinschaft könne er aber weder fordern noch davon abraten: Schließlich fürchte die Gemeinschaft zu Recht, eventuell Radikale zu unterstützen, die dann die Macht übernähmen.
Das Interview zum Nachlesen finden Sie hier.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)