2. März 2012 12:55 Uhr

Feministische Theologin: Jesus könnte ein Zwitter gewesen sein

Diese These wird die Kirche wohl kaum so stehen lassen wollen. Eine britische Theologin schreibt, Jesus könnte ein Zwitter gewesen sein. Zumindest, so heißt es in ihrer Arbeit, sei es nicht möglich, sicher zu wissen, dass Jesus keine intersexuellen Merkmale aufwies. Jesus sei nicht unbedingt männlich gewesen, so wie wir heute Männlichkeit definierten. Sie begründet das damit, dass man seinen Körper heute nicht mehr wissenschaftlich untersuchen könne. Hinzu komme der Fakt, dass er laut der Überlieferung keine Kinder hatte. Seine Autorität stütze sich höchstens auf seine männliche Geschlechterrolle, nicht auf seine wirkliche Sexualität.

Wie die Zeitung "The Telegraph" berichtet, beschreibt Susannah Cornwall von der Universität Manchester sich selbst als Feministin. Ihre Arbeit verstehe sie als Beitrag zur Diskussion um weibliche Bischöfe in Großbritannien.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)