5. März 2012 06:53 Uhr
Auch Australien will offenbar das Tragen von Gesichtsschleiern in der Öffentlichkeit zurückdrängen. Im australischen Bundesstaat New South Wales müssen Musliminnen künftig bei Unterschriften unter Dokumente ihren Gesichtsschleier abnehmen. Der Justizminister erklärte, Beamte wie etwa Friedensrichter oder Anwälte müssten künftig eine Strafe von umgerechnet knapp 180 Euro zahlen, wenn sie gesetzliche Dokumente oder eidesstattliche Erklärungen ohne Identitätskontrolle beglaubigten. Die neue Regelung tritt am 30. April in Kraft. Bereits im vergangenen Jahr wurde in New South Wales ein Gesetz verabschiedet, wonach jeder, der sich nach Aufforderung der Polizei weigert, seine Gesichtsbedeckung abzunehmen, umgerechnet rund 4.500 Euro Strafe zahlen muss.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)