5. März 2012 07:24 Uhr
Vielleicht hätte sich der US-Botschafter in Moskau alle Kombinationen mit seinem Namen bei Twitter sichern sollen - auch die mit falscher Schreibweise.
Angebliche Äußerungen des Diplomaten nach der Russlandwahl haben nämlich kurzzeitig das ohnehin angespannte Verhältnis zwischen USA und Russland belastet. Ein User hatte nach Angaben von Botschafter McFaul unter dessen Namen getwittert, Beweise für massenhafte Wahlverstöße untergrüben die Rechtmäßgkeit der Präsidentenwahl. Die Washington Times berichtet, der Nutzer habe dazu einfach das kleine "L" am Ende von McFauls Namen durch ein großes "I" ersetzt und so den Namen gedoubelt.
Russische Amtsträger reagierten verärgert - bis McFaul, unter anderem auch über Twitter, eilig versicherte, die Äußerungen stammten nicht von ihm. Er wolle Experten die Wahl beurteilen lassen. Außerdem sei der Tweet auf Russisch verfasst worden - das er gar nicht so gut beherrsche. Seine Erklärung wurde von russischer Seite akzeptiert.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)