5. März 2012 16:54 Uhr

"Perlentaucher"-Mitbegründer nennt geplante Abgabe für Internet-Suchunternehmen absurd

Die Idee sei absurd und sinnlos. Das sagte der Mitbegründer des Online-Magazins "Perlentaucher", Thierry Chervel, im Deutschlandradio Kultur über das geplante Leistungsschutzrecht für Presseerzeugnisse im Internet. Er erklärte, er glaube nicht, dass eine solche Regelung vor dem Verfassungsgericht Bestand habe. Der Koalitionsausschuss der schwarz-gelben Regierung hatte gestern Abend beschlossen, dass kommerzielle Nachrichtenportale im Internet künftig Geld an Verlage bezahlen sollen, wenn sie deren Artikel weiterverbreiten. Der Einzug des Geldes soll über eine Verwertungsgesellschaft erfolgen. Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger und der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger begrüßten die geplanten Änderungen. Sie erklärten, ein solches Recht sei unverzichtbar, um die Leistungen von Journalisten und Autoren zu schützen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)